Husumer Deichrind Prime Rib – gutes Fleisch braucht nicht viel

Ein gutes Steak braucht für mich keine komplizierte Zubereitung. Entscheidend sind vor allem drei Dinge: gutes Fleisch, ordentlich Hitze und etwas Geduld.

Diesmal auf dem Grill: ein Prime Rib / Hochrippe vom Husumer Deichrind aus dem Sortiment der Fleischboutique Dortmund. Das Rind stammt aus Viöl in Deutschland, ist grasgefüttert und das Fleisch wurde 14 Tage gereift.

Schon roh sieht man, warum sich ein Prime Rib hervorragend zum Grillen eignet: eine schöne Marmorierung, ein ausgeprägter Fettanteil und ein kräftiger Zuschnitt. Genau dieses Fett ist beim Grillen ein wichtiger Geschmacksträger und sorgt dafür, dass das Steak schön saftig bleibt.

Was ist eigentlich ein Prime Rib?

Das Prime Rib stammt aus der Hochrippe des Rindes. Der Bereich gehört zu den besonders beliebten Steak-Cuts, weil hier Zartheit, Marmorierung und kräftiger Rindfleischgeschmack zusammenkommen.

Je nach Zuschnitt begegnet einem die Hochrippe auch unter anderen Bezeichnungen. Ohne Knochen liegt sie sehr nah am klassischen Ribeye bzw. Entrecôte, mit Knochen kennt man entsprechende Zuschnitte beispielsweise als Rib Steak oder – mit besonders langem Knochen – als Tomahawk.

Gerade für den Grill ist dieser Cut ideal, denn die Fettäderchen beginnen bei hoher Temperatur zu schmelzen und bringen ordentlich Geschmack mit.

Meine Zubereitung: erst direkt, dann indirekt

Ich bereite solche Steaks am liebsten nach einer ganz einfachen Methode zu: zuerst richtig heiß direkt angrillen und anschließend im indirekten Bereich auf die gewünschte Kerntemperatur ziehen lassen.

Das Steak nehme ich rechtzeitig aus der Verpackung und tupfe die Oberfläche trocken. Währenddessen darf der Grill ordentlich Temperatur bekommen.

Dann kommt das Prime Rib direkt über die starke Hitze. Beide Seiten werden kräftig angegrillt, bis eine schöne Röstung entstanden ist. Dabei geht es noch gar nicht darum, das Fleisch komplett zu garen. In diesem Schritt wollen wir vor allem Röstaromen und eine schöne Kruste erzeugen.

Anschließend wandert das Steak in den indirekten Bereich des Grills. Jetzt wird es deutlich entspannter: Deckel schließen und das Fleisch langsam bis zur gewünschten Kerntemperatur ziehen lassen.

Für mich ist Medium Rare bei etwa 54–56 °C Kerntemperatur bei einem solchen Steak ideal. Wer es etwas weiter gegart mag, kann es entsprechend länger liegen lassen. Dabei sollte man bedenken, dass die Kerntemperatur nach dem Herunternehmen noch etwas steigen kann.

Nach dem Grillen bekommt das Fleisch noch ein paar Minuten Ruhe, bevor es angeschnitten wird.

Salz, Pfeffer – fertig

Bei einem hochwertigen Stück Fleisch halte ich es auch beim Würzen einfach. Salz und, wenn gewünscht, etwas frisch gemahlener Pfeffer reichen vollkommen aus.

Natürlich kann man mit Rubs, Kräutern, Knoblauch oder einer guten Butter arbeiten. Bei einem Steak wie diesem möchte ich persönlich aber vor allem eines schmecken: das Fleisch selbst.

Und genau deshalb gehört für mich die Kombination aus scharfem direkten Angrillen und anschließendem indirekten Nachziehen zu den besten und unkompliziertesten Methoden für ein dickes Steak.

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